Die Unfassbaren; Kritik/Review

Als ich den ersten Trailer zu, “Now you see me“, bei uns, “Die Unfassbaren“ sah, wusste ich noch nicht wirklich in welche Richtung dieser Film gehen würde. Nun ja, das stimmt nicht ganz. Im Trailer konnte man bereits erahnen, dass „Die Unfassbaren“ in die Kerbe eines Thrillers schlagen würde. Was ich mich bloß fragte, war wie mit dem Stilmittel der Magie umgegangen werden würde. Wirkliche Erwartungen hatte ich nicht, und wenn ich mal die Filmdatenbank der bisher gesehenen Filme in meinem Hirn durchgehe, kann ich mich auch an kaum einen Film erinnern der sich mit dem Magiertum auseinandersetzt, abgesehen von Christopher Nolan’s Prestige, den ich eher mittelmäßig fand.
 
 

Doch um was geht es in „Die Unfassbaren“ (was ein zugegebenermaßen bescheuerter deutscher Titel ist) überhaupt? Zu Beginn werden uns die verschiedenen Charaktere gezeigt, die allesamt sehr charmante Einführungen in die Geschichte bekommen. Der Stil ist flott, smart und gewitzt, zumindest in diesen ersten paar Minuten. Diese vier Straßenzauberer bekommen schließlich je eine Karte von einer anonymen Person zugesteckt, welche sie dann zusammenführt. Ein Jahr später haben sie bereits ihre eigene Magiershow in Vegas, und einen ausgetüftelten Masterplan scheint es auch zu geben. Damit beginnt eine Katz und Maus Jagd mit der Polizei, doch das Magierquartet scheint dem Rest stets einen Schritt  voraus zu sein…
 
Wie bereits erwähnt, ist der Anfang des Filmes wirklich gut und legt ein angenehmes Tempo vor.  Doch leider schafft es „Now you see me“ nicht dieses Tempo bis zum Ende des Filmes beizubehalten. Dabei hatte ich stets das Gefühl, dass er ständig kurz davor war richtig gut zu sein. So glänzt leider der Großteil des Filmes mit Durchschnittlichkeit, und das Ende war meiner Meinung nach auch eher schwach, mit einem zu vorhersehbaren Twist. Schade ist auch, dass man das Potenzial, die vier Magier miteinander interagieren zu lassen, nicht ausgenutzt hat, und so agieren hier vier gesichtslose Leute miteinander bis der Film dann eben irgendwann zu Ende ist. Ein bisschen mehr Tiefgang was die Charaktere angeht hätte dem Film nicht geschadet, so bleibt er auf einer relativ unemotionalen, aber visuell teilweise trotzdem faszinierenden Ebene.
 
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Um hier mal ein abschließendes Fazit zu bringen: „Die Unfassbaren“ war kein Film bei dem ich sonderlich große Erwartungen mitgebracht habe und als spaßiger, seichter, Popcorn-Thriller funktioniert er auch gut, obwohl er sich im Mittelteil dann doch stellenweise zieht. Kein Film den man gesehen haben muss, kein Film der einem im Gedächtnis bleibt, doch zweieinhalb unterhaltsame Stunden, die man sich ruhig mal geben kann.      
 
7/10     

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