The Wolverine/ Wolverine – Weg des Kriegers Review/Kritik

Als jemand, der sich selbst als Wolverine Fan bezeichnen würde, war ich gewissermaßen heiß auf den neuen Film rund um den bärtigen Klingenschnetzler. Nachdem X-Men: Origins Wolverine in der Presse eher schlecht ankam, sollte „The Wolverine“ nun den Ruf und auch die Kasse rund um die X-Men Verfilmungen wieder gerade stellen.


Und? Hat er dies geschafft? Nun ja, um hier mal eine Subjektive Meinung was die Qualität von „Weg des Kriegers“ angeht zu bieten: Jein. Irgendetwas in mir, der Teil der von sich selbst behauptet Objektivität zu erkennen und beurteilen zu können, sagt mir, dass der neue Wolverine Streifen kein guter Film ist. Allerdings könnte ich nicht behaupten, dass ich mich in die Zeit, in der ich ihn gesehen habe, gelangweilt habe. Im Gegenteil, besonders nach dem Phänomenalen Einstieg hatte ich das Gefühl, dass „Wolverine: Der Weg des Kriegers“ richtig gut werden könnte.
Wir beginnen im Jahre 1945, in einem kleinen japanischen Dorf namens Nagasaki. Und wer ein bisschen Ahnung von Geschichte hat weiß genau, was dort in nicht allzu ferner Zeit passieren wird. Und so dauert es nicht lang bis die Alarmglocken läuten, die den nuklearen Anschlag ankündigen. Panik bricht aus, die Offiziere begehen Harakiri. Inmitten dieses Chaos befindet sich ein verzweifelter Soldat, dem plötzlich auffällt, dass in einem der Schutzbunker eine Person kauert, welche sich als Wolverine herausstellt. Dieser zieht in letzter Sekunde den verwirrten Soldaten in den Schacht und stellt sich schützend vor ihn, während im Hintergrund bereits der atomare Schlag stattfindet und sich die glühende Hitze in einer rasenden Geschwindigkeit ausbreitet. Diese Szene war sowohl inszenatorisch als auch audiovisuell sehr beeindruckend, und hat mich mal wieder spüren lassen, wieso es sich immer noch lohnt ins Kino zu gehen. Man konnte förmlich spüren wie die sengende Hitze durch den Kinosaal wandelt, der heftige Bass dröhnte in den Ohren und man kneifte geradezu die Augen zu um den lodernden Flammen zu entgehen. Nach einer halben Minute war dann auch alles vorbei, das Blech mit dem Wolverine den japanischen Soldaten schützend zu Boden gepresst hatte wird weggezogen und man erblickt eine völlig zerstörtes, verkohltes unmenschlich aussehendes Stück etwas, das sich langsam wieder zusammensetzt. Ein wirklich netter Einstieg, und wenn man bedenkt was danach noch alles kommt, vielleicht sogar die „Beste“ Szene im ganzen Film.   
Zeitsprung. Viele Jahre später sehen wir Wolverine der in seiner Einsamkeit die Zeit verbringt bis er eines Tages eine Einladung von jenem Japaner bekommt dem er vor all den Jahren das Leben rettete. In all dieser Jahren ist Wolverine natürlich keinen Tag gealtert, während besagter Japaner (Er hatte natürlich auch einen Namen den ich mir wie zu erwarten war nicht merken konnte. Bin zu faul zum googlen. Nennen wir ihn also weiter Japaner) mittlerweile im Sterben liegt. In den letzten Zügen seines Lebens, bietet er Wolverine eine Möglichkeit sterblich zu werden, um sein Dasein wie ein normaler Mensch beenden zu können, jedoch entwickeln sich die Gegebenheiten anders als Logan es vielleicht erwartet hätte…
Somit wäre der Rahmen einer weiteren durchschnittlichen Superheldenverfilmung gespannt, der meiner Meinung nach erstaunlich trashig fortgeführt wird. Die Action ist einigermaßen gut inszeniert und zahlreich, könnte allderdings wuchtiger ausfallen, und auch der schwarze Humor für den Logan so bekannt ist kommt meiner Meinung nach zu kurz. Ich warte also weiterhin auf den einen, vielleicht auch etwas ernsteren, düstereren, Wolverine – Film, der von Anfang bis Ende überzeugen kann. Sollte man sich diesen Film jetzt anschauen? Hardcore Comic Fans rollen sich beim aktuellen Wolverine Film wahrscheinlich die Fußnägel hoch, wer allerdings mit Wolverine als Protagonisten was anfangen kann, ohne einen Logan-Schrein zuhause stehen zu haben KANN sich The Wolverine ansehen, muss es aber auf keinen Fall. Kann sich aber dafür dieses Bild ansehen auf dem Wolverine mit PSY den Gangnam Style tanzt. Auch nett.

 7/10 

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