The World’s End – Kritik/Review


Hoch die Tassen! Und ab in den neusten und abschließenden Film der Blood-and-Icecream Trilogie von Simon Pegg und Edgar Wright. Was passiert wenn die beiden Cornetto-Fans ein letztes Mal richtig die Sau raus lassen? Richtig, einer der lustigsten und unterhaltendsten Filme dieses Jahres kommt dabei raus! The World’s End jongliert mit Humor, Dramatik und Action, und schafft es dabei stets in keiner dieser Kategorien lächerlich zu erscheinen. Zudem zeigt er uns endlich mal wieder, wie genial Popcorn-Kino sein kann und das Ganze ohne plumpen Humor, oder Klischeebeladenen Hollywood-Schnack.  
In The World’s End geht es um die fünfköpfige Gruppe rund um Gary King, gespielt von Simon Pegg. Besagte Fünf Freunde haben sich nämlich zu Jugendzeiten einst zusammengetan, um in ihrem kleinen Heimatdorf Newton Haven die „Goldene Meile“ abzuschließen, bei der es darum geht in zwölf verschiedenen Pubs jeweils ein Bier zu trinken um am Ende in der Namensgebenden Kneipe  „World’s End“ zu landen. Dass sie diese Sauftour damals nicht beendet haben verfolgt Gary selbst nach 20 Jahren noch, worauf er beschließt seine Freunde wieder zusammen zu trommeln um diese Odyssee ein letztes Mal in Angriff zu nehmen. Doch dieser Plan wird von Ereignissen aufgehalten, die sicher keiner von ihnen hätte vorhersehen können…
Solange es noch nicht zu spät ist, würde ich auf jeden Fall empfehlen vor dem Kinobesuch keinen der Trailer zu „The World’s End“ anzusehen, da dort bereits viel gespoilt wird was Twists und Storywendungen angeht.
The World‘s End hat mich wirklich ohne handfeste Kritikpunkte im Kinosaal zurückgelassen, von Anfang bis Ende wurde mir non-Stop Unterhaltung geboten. Der Humor funktioniert super und ist auch nicht so stupide wie in vielen Komödien der Neuzeit á la Hangover, sondern ist gut pointiert und oft ziemlich intelligent. Witzig fand ich dabei auch die Entwicklung der Charaktere von totaler Nüchternheit in die komplette Alkoholisierung. Ein Element das zwar nicht so vordergründig ist, aber authentisch realisiert wurde und sich als lustiger, schleichender Prozess im Hintergrund entwickelt. 
Allerdings bietet der Film bei weitem mehr als nur Comedy-Elemente. Unter anderem wird auch das eine oder andere mal geprügelt, was extrem cool und wuchtig in Szene gesetzt wurde. Die Action ist gut choreographiert und erzeugt den Eindruck, dass sich hierbei tatsächlich gerade zwei Leute gegenseitig aufs Maul hauen. Gegen Ende bekommt der Film sogar eine tragische Note, die aber nicht deplatziert wirkt, sondern sich als wirklich genialer Schachzug herausstellt. Das Ganze wandelt dabei auf einer schmalen Ebene zwischen Tragik und Komödie, bei der ich nicht wusste ob ich nun lachen, oder es traurig finden sollte. „The World’s End“ schafft es wirklich ununterbrochen ein Gefühl der Guten Unterhaltung zu vermitteln und hat mich zu keinem Moment in irgendeiner Form gelangweilt. 
Passend zum Abschluss der chronologisch nicht zusammengehörenden Trilogie findet man in „The World’s End“ viele Insidergags und Anspielungen auf die vorigen beiden Teile, was Fans der Vorgänger das ein oder andere Mal schmunzeln lassen wird.  
Auch das Ende, das vielen Leuten nicht gefallen hat gefiel mir und schaffte es mich um ein Weiteres zu faszinieren. Genau wie der Rest des Films fällt dieses nämlich eher Hollywood-untypisch aus, wurde meiner Meinung nach aber sehr gut durchdacht, und mit einer finalen Szene abgeschlossen die mich mit einem überbreiten Grinsen zurückließ. 
„The World’s End“ ist für mich auf jeden Fall einer der besten Filme des Jahres und steht bereits jetzt auf meiner DVD-Wunschliste. Jeder der die beide vorigen Filme gesehen hat sollte und wird sich auf jeden Fall eine eigene Meinung von diesem Film machen, ansonsten kann ich „The World’s End“ jedem Empfehlen der Lust auf eine richtig gute Action-Komödie hat die vielleicht auch mal mit Regeln bricht und einfach von Vorne bis Hinten Spaß macht. Unterstützt diesen Film indem ihr ins Kino geht, und mit etwas Glück sehen wir in Zukunft mehr Filme die den geistreichen Humor eines „The World’s End“ besitzen, als die immer wieder gleichen und billigen Lachern eines Hangover 27.
Mit diesen Worten: Prost.

10/10 

(wer sich trotz meiner Warnung noch den Trailer anschauen möchte, hat hier die Möglichkeit)

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