Thor – The Dark Kingdom: Kritik/Review

© Walt Disney/Marvel Studios
Nur selten findet man Filme, deren Nachfolger einem noch besser gefallen als deren Vorgänger. Oft wird einfach auf den Zug des Erfolges aufgestiegen und in aller Schnelle der nächste Teil produziert der in seiner Qualität meist stagniert oder, wie es beinahe hauptsächlich der Fall ist, eher schlechter wird. Vom 2011 erschienenen Thor-Film aus dem Hause der Marvel Studios war ich bereits überzeugt, eine rundum gute Comicverfilmung in den Augen von jemanden der zwar nicht mit den Comics bewandert ist, aber die Figur Thor zu einen der interessanteren Charakteren des Marvel Universums zählen würde.
Damit, dass mich Thor 2 –The Dark World, oder The Dark Kingdom wie er im Deutschen heißt (Erklärung?!) noch im positiven überraschen und meine Erwartungen mehr als erfüllen würde hätte ich allerdings nicht gerechnet. Nebenbei angemerkt, ist das vielleicht auch der Schlüssel um allgemein mehr Spaß im Kino zu haben. Einfach mal ohne oder mit geringer Erwartungshaltung an einen Film ran gehen, dann kann man auch nicht so leicht enttäuscht werden. Aber zurück nach Asgard.
Dort kann sich Thor nach den Ereignissen aus Teil 1 nämlich nicht seine wohl verdiente Auszeit gönnen, da er sich quer durch die neun Welten kämpft um die chaotischen Situationen nach den Ereignissen von „The Avengers“ wieder ins Lot zu bringen. Dass die Ereignisse aus den Avengers in Thor 2 aufgenommen und hin und wieder in kleinen Nebensätzen erwähnt werden bringt einen immer mal wieder zum Schmunzeln und verleiht dem ganzen Universum weiteren Tiefgang.
© Walt Disney/Marvel Studios
Während Thor mit seinen Leuten durch die Welten streift verbringt Jane Foster, Thors Geliebte ihre Zeit auf der Erde damit, zwei Jahre nach ihren güldenen Hammerschwinger zu suchen, stößt stattdessen auf eine ungeahnte Kraft, die ihren Träger schier unendliche Kraft verleiht. Klar, dass es da nicht lange dauert bis böse Mächte versuchen diese für sich zu gewinnen. Dabei handelt es sich um niemand geringeren als den Anführer einer Rasse namens Dunkelelf welcher versucht mit dieser Macht und einem kommenden Ereignis, welches beinhaltet dass alle existierenden neun Welten in einer Linie stehen, was nur alle 5000 Jahre der Fall ist, das Universum zu zerstören.Um das zu verhindern sieht sich Thor gezwungen die Hilfe seines Bruders Loki anzunehmen.

 

 

Wirft man auf die Handlung und deren Verlauf innerhalb des Films einen zweiten oder dritten Blick, merkt man schnell wie hanebüchen vieles davon ist. Trotzdem schafft es Thor 2 einen über diese Punkte hinwegsehen zu lassen, was beim ersten Schauen zurückbleibt ist nur ein Gefühl von Spaß und guter Unterhaltung. Geradezu perfekt schafft es der Film sich selbst gerade ernst genug zu nehmen um den Zuschauer an seiner Welt teilhaben zu lassen. Dabei gibt es auch eine Menge Lacher, die wirklich gut gelungen sind und mir gezeigt haben, dass Thor- The dark Kingdom ein Film von Nerds, für Nerds ist. So gut unterhalten war ich in einem Marvel Film nicht oft, und auch der, bei vielen Leuten als Favorit gesehene „Avengers“, würde bei mir auf einer Ebene mit Thor 2 stehen, sowohl was den Witz angeht als auch den Unterhaltungsfaktor, die Action und die allgemeine Qualität.
Zudem bietet Thor 2 einen Plot mit allerlei Drehung und Wendungen, die man nicht kommen sieht und einen staunend zurücklassen. Somit lässt sich auch der weitere Verlauf des Films nicht so genau vorhersehen wie bei manch anderen Filmen, was eindeutig zur Spannung beiträgt.
Natürlich kommt auch die Action dabei nicht zu kurz, denn was wäre schon ein Thor-Film bei dem nicht der allseits bekannte Hammer durch die Lüfte flöge und Leute verdresche? Die Kämpfe sind vielzählig und gut inszeniert, sehen technisch super aus und machen genauso viel Spaß wie der Rest des Films.
Als ich aus der Thor 2 Vorstellung lief hatte ich vor allem ein Wort im Kopf mit dem ich diesen Film insgeheim zusammenfasste: Comic. Und zwar nicht wegen ursprünglichen Grundlage der Heldenfigur sondern wegen des Gefühls, das The Dark Kingdom in mir erzeugte. Eine in meinen Augen Comichafte Darstellung ohne dies in irgendeiner Form abwertend zu meinen. Eine super Mischung aus genialen Gags, übertriebener Action und eine Geschichte und Welt die sich weder zu ernst, noch zu locker nimmt. Ein Film der einen toll unterhält, relativ kurzweilig ist, aber einen dann doch hin und wieder überrascht und vor allem ein Ende bietet, dass mir die Kinnlade runter klappen ließ.

Jeder der bereits Thor 1 ganz ok fand wird mit dem Nachfolger seine helle Freude haben, weitergehend lässt sich Thor – The Dark Kingdom jedem Empfehlen der etwas mit der grundlegend Comicthematik anfangen und sich darauf einlassen kann. Wer allerdings weder The Avengers, noch das ein oder andere Soloabenteuer der Marvelhelden gesehen hat wird auf jeden Fall diverse Insider nicht verstehen, was jedoch nicht an Spaß einbüßen lässt, den ihr mit diesem Film habt.

9/10 

              

© Walt Disney/Marvel Studios

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